TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº3 mit Tess Wiley & Tim Potzas

Traumstern Quarantäne Session No 3

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº3 mit Tess Wiley und Tim Potzas

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº3 mit Tess Wiley & Tim Potzas***************************************************Die aus Texas stammende und in Gießen lebende Musikerin Tess Wiley stand bereits mehrere Male bei uns auf der Traumsternbühne solo oder auch mit anderen Musiker*innen.Heute spielt sie mit Tim Potzas für uns das Lied "Long Road"Viel Spaß damit!Danke Tess Wiley und Tim Potzas für euren Einsatz!Weitere Infos unter: www.tesswiley.com***************************************************Musik: Tess Wiley (Lyrics, Gesang, Gitarre) Tim Potzas (Steel Pedals)Regie, Kamera, Schnitt: Anika WagnerRegieassistenz, Ton, Licht: Tobias Eckhardt#traumstern#kinotraumstern#traumsternquarantinesessions#quarantinesession#tesswiley#timpotzas#kinoinkrisenzeiten#kinocorona#corona#longroad#giessen#lichProgrammkino

Gepostet von Kino Traumstern am Samstag, 2. Mai 2020

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº2 mit Markus Wach von Mala Isbuschka

Traumstern Quarantäne Session No 2

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº2 mit Markus Wach von Mala Isbuschka

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº2 mit Markus Wach von Mala Isbuschka 👨‍🎤👌😎😷***************************************************Das CD-Release-Konzert von Mala Isbuschka am 19. März musste leider ausfallen. Kein Grund zur Sorge, wir haben einen Nachholtermin, der nur noch nicht feststeht. Sobald wir ihn kennen, geben wir ihn bekannt.Hier ist ein Vorgeschmack von Markus Wach, Teil der vierköpfigen Band, die mit unterschiedlichen Musiker*innen aus den verschiedensten Teilen der Welt zusammenkommt, was sich auch in ihrer Musik widerspiegelt. Weitere Infos unter: www.malaisbuschka.deViel Spaß mit Markus Wach!**************************************************#kinotraumstern#traumstern#traumsternquarantinesessions#markuswach#malaisbuschka#lich#kinoinkrisenzeiten#kinocorona#corona#cinema#arthousecinemaProgrammkino

Gepostet von Kino Traumstern am Montag, 27. April 2020

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº1 mit Helmut Fischer

Traumstern Quarantäne Session No 1

TRAUMSTERN QUARANTINE SESSION Nº1 mit Helmut Fischer

QUARANTINE SESSION Nº1****************************************************Wenn ihr nicht ins Kino kommen könnt, dann kommen wir eben zu euch! Helmut Fischer, ein großer Traumsternfreund, hat für euch etwas vorbereitet. Habt ein schönes Wochenende! ****************************************************P.s.: Wir haben noch mehr für euch vorbereitet für die kommenden Tage, es wird musikalisch.👨‍🎤😷👌🤩😎Programmkino#staytuned#kinotraumstern#traumsternstories#helmutfischer#kinocorona#corona#kinoinkrisenzeiten#zurückinskino#agkino#arthousecinema#cinema

Gepostet von Kino Traumstern am Samstag, 25. April 2020

“Programm ist der Wahnsinn”

“Lich und Schatten”: Die 18. Licher Kulturtage bieten ab 5. März wieder ein vielfältiges und attraktives Programm.

Von hsch
Zahlreiche Beteiligte rund um Peter Damm (2. Reihe, zweiter von links) sorgen einmal mehr für ein vielfältiges und hochkarätiges Programm der Licher Kulturtage.  Foto: Schultz

Zahlreiche Beteiligte rund um Peter Damm (2. Reihe, zweiter von links) sorgen einmal mehr für ein vielfältiges und hochkarätiges Programm der Licher Kulturtage.  Foto: Schultz

LICH – In einer quirligen und interessanten Präsentation wurde am Montagabend das Programm der 18. Licher Kulturtage öffentlich vorgestellt. Gewürzt mit Videos, Livemusik und knackigen Vorträgen vieler Veranstalter gab es Ausschnitte eines Programms, das in jeder Hinsicht Lust darauf macht, sich das Angebot anzuschauen. Das diesjährige Motto lautet “Lich und Schatten”.
Bürgermeister Julien Neubert lobte die zahlreichen engagierten Mitwirkenden der Kulturtage sowie vor allem Peter Damm für dessen Beitrag zur Entwicklung und Pflege der Kulturszene in Lich. Das habe der Stadt gutgetan. “Wir haben ein kulturelles Angebot, das man in anderen Städten dieser Größe so nicht findet. Dieses Programm ist echt Wahnsinn”, schwärmte Neubert. “Lich wird inzwischen als Kulturhauptstadt des Landkreises, womöglich der Region wahrgenommen. Darauf können die Licher richtig stolz sein.”
Bei der Eröffnung am 5. März um 19.30 Uhr im Kino Traumstern zu Gast ist die Berliner Jazzsängerin Dotschy Reinhardt. Zum Programm der Sängerin aus einer berühmten Musikerfamilie unter dem Titel “Chaplin’s Secret” zählt auch ein Film von Charly Chaplin.
Ein Videoausschnitt mit dem Ensemble “Belle Mélange” machte gleich Appetit auf Musik und Comedy, wie sie am Dienstag, 10. März, um 20 Uhr in der Licher Privatbrauerei angekündigt wird. Das Musik-Comedy-Quartett kommt mit seinem neuen Programm “Cherchez La Femme” zu den Kulturtagen.
“Spannend” findet Damm das interreligiöse Konzert mit dem Ensemble “Avram” (14. März, 19 Uhr, evangelische Marienstiftskirche). Es wird organisiert vom Rat der Religionen im Kreis Gießen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Marienstiftsgemeinde und künstLich. “Karewan” enthält Musik aus Judentum, Christentum und Islam. Die charismatische Sängerin Schirin Partowi wird begleitet von Gitarre, Klarinette, Kontrabass und Percussion.
Zum weiteren Programm zählt am 11. März (16 Uhr) eine Lesung mit Kinderbuchautor Guido Kasmann für Besucher ab sieben Jahren in der Stadtbibliothek. Mehr Literatur gibt’s in der “Langen Nacht der Poesie” mit Sven Görtz: Lyrik-Fans lesen ihre Lieblingsgedichte. Eingeladen sind alle, die gerne Gedichte lesen oder vorlesen. Wer mitmachen will, meldet sich an unter info@kuenstlich-ev.de oder kommt einfach vorbei und bringt seine Gedichte mit. (21. März, 20 Uhr in der Kinokneipe “Statt Gießen”).
Ein Jubiläum feiert Christine Hofmann. Sie öffnet seit zehn Jahren ihr Haus und lädt ein zu hochkarätigen Kammerkonzerten. Passend zum Beethoven-Jahr spielen Jan Ickert (Cello) und Dmitry Ablogin (Klavier) Werke des großen Komponisten (22. März, 17 Uhr, Mengesstraße 11).
Eine attraktive Mischung aus Bildern, Text und Musik präsentiert Günter Neumann mit “Imago AV – Faszinierende Kurzgeschichten in Bild und Ton”. Er verspricht das Verschmelzen von Bildern mit Tönen – aber anders als im Kino: “Das geistige Auge jubiliert”. Eine Auswahl von internationalen AV-Schauen (Audio-Vision) wird durch eine Moderation verbunden.
“Lich und Schatten” heißt eine Lesung am 20. März (20 Uhr) in der Stadtbibliothek Lich. Barbara Kluge und Fritz Kremser sind bekannte Persönlichkeiten der Licher Kulturszene. Nun haben sie unter ihren Pseudonymen Barbara Jalanta und Harald Märten einen Kriminalroman (“Huberta und der Charme des Mordens”) sowie einen Gedichtband (“Lich und Schatten”) vorgelegt. Dessen Titel wurde zum Motto der 18. Licher Kulturtage. Beide Autoren lesen aus ihren Werken.
Das Theater Traumstern führt Sophokles’ “Antigone” in Daniel Kommas Inszenierung nach Bodo Wartke auf, dem Klavierkabarettisten, der das Stück mit Rap-Einlagen und cleverem Wortwitz auf die Bühne brachte. Den Klassiker in einem ganz neuen und modernen Gewand gibt es am 15. März (12 Uhr) bei einer Matinée im Kino Traumstern zu sehen.
Nicht verpassen sollte man die fabelhaften “Twiolins”, das Violinduo, mit neuem Programm am 8. März um 19 Uhr in der Bezalel-Synagoge. Vielversprechend: “Die wilden Männer von Lich”, eine Stadtführung in Bildern von E.O. Finger. “Wilde Männer, Alsfelder Strebe, Fuß- und Kopfband mit und ohne Brustriegel, Schwerter und Rähm, Fränkische Zimmerleute, Napoleonische Soldaten und Solmser Fürsten” – in Bildern zu den 34 interessantesten Licher Fachwerkhäusern. (6. März, 19 Uhr, Sitzungssaal Rathaus).
Infos zu den einzelnen Programmpunkten und Kartenreservierungen gibt es im Internet unter www.kuenstlich-ev.de

SPANISCHE KÜCHE ab 1. Februar 2020

Ab Samstag, den 1. Februar 2020 werden spanische Spezialitäten von „Pura Vida“ angeboten.

Zur Eröffnung gibt es auf Vorbestellung Paella (Tel. 015784181710 oder in der Kinokneipe) und einige ausgewählte Tapas.

Frau Aleida Pineda Castillo und ihr Küchenteam freuen sich ebenso wie die
Kneipenmitarbeiter*innen der Kulturgenossenschaft auf Ihren Besuch.

Mehr als “nur” ein Tanz

  • vonNastasja Akchour-Becker

Lich(nab). Flamenco ist so viel: Wild, spontan, ernst, verzweifelt, Tanz, Gitarrenspiel und Lebenskultur. Flamenco ist Leben und handelt vom Leben. Flamenco ist der Spiegel der Seele. Von all dem bekam das Publikum im Kino Traumstern am Mittwochabend einen sehr guten Eindruck: Dort gastierte der Flamenco-Gitarrist Antonio Andrade mit seiner “Compañía Flamenca Antonio Andrade”.

Flamenco ist weit mehr als “nur” ein berühmter spanischer Tanz. “Im Flamenco können wir all die menschlichen Gefühle zum Ausdruck bringen, für die wir keine Worte haben”, sagte Andrade zu Beginn der Show. Der Musiker ist in Lich kein Unbekannter: In den vergangenen Jahren gab er hier schon mehrfach Flamenco-Konzerte. Was den Flamenco angeht, weiß Andrade ganz genau, wovon er spricht, schließlich wurde er in Puebla de Cazalla bei Sevilla geboren, einem der traditionsreichsten Dörfer für Flamenco-Gesang. Neben der grandiosen Musik gab es viel Wissenswertes in der Show. Andrade berichtete von den arabisch-, jüdisch- und romageprägten Einflüssen und von der Entstehung des Flamenco in Andalusien und der Extremadura. “Man trifft sich und singt über seine Gefühle”, erläuterte Andrade. “Es ist wie eine Gruppentherapie.”

Höchstmaß körperlicher Disziplin

Damit auch das Publikum in Lich den Flamenco verstehen und mit ihm eins werden kann, hatte Andrade diesmal seine Kompagnie mitgebracht, deren Mitglieder er als “Kleinode” und “Juwelen” bezeichnet: Sängerin Sonia Cortez, Jose Galvañ (Tanz) und allen voran Solistin Ursula Moreno ernteten viel Applaus. Vor allem Tänzerin Moreno führte den Zuschauern wunderbar all die Eleganz des Flamenco vor Augen. Sie füllte die schwer zu tanzenden Mischrhythmen, bei denen es vor allem auf die Disziplin des Körpers ankommt, mit Leben. Ganz leicht ließ sie den Tanz mit Kastagnetten und Schleppenkleid bei “Caña” aussehen – eine grandiose Leistung, für die sie beim Nationalwettbewerb von Ronda prämiert wurde.

Die Kompagnie ist weltweit unterwegs, im Januar geht es für Andrade nach Bangalore. Dort wird er mit indischen Tänzerinnen zusammenarbeiten. Und dann ist da noch das eigene Flamenco-Theater in Madrid. Sicherlich wird er auch wieder in Lich vorbeischauen.

Derbe Frankfurter, fiese Gießener

Premierenlesung im Kino Traumstern: Charly Wellers neuer Krimi “Gallus” führt von der Bankenmetropole bis Mittelhessen.

Von Petra Zielinski
Schickt seinen Kommissar Worstedt diesmal ins raue Frankfurt: Krimiautor Charly Weller. Foto: Zielinski

Schickt seinen Kommissar Worstedt diesmal ins raue Frankfurt: Krimiautor Charly Weller. Foto: Zielinski

LICH – High Noon im Licher Kino Traumstern. Wo sonst zumeist Filme über die Leinwand flimmern, stehen nun ein Stuhl und ein Tisch, darauf eine grüne Lampe. Totenstill ist es im Saal, bis Charly Weller die Bühne betritt, ein Buch in der Hand: seinen neuen Kriminalroman mit dem Titel “Gallus”.
“Wer hat den Herren im Waschbärenkostüm getötet?” Darum dreht sich alles im gewohnt milieugetreu geschilderten, mit skurrilen Figuren bevölker-ten Thriller. “Ich schreibe keine lustigen Krimis”, nimmt Weller gleich vorweg. Dass der ein oder andere Zuhörer bei der Premierenlesung aber doch schmunzeln muss, liegt am unvergleichlichen Erzählstil des 68-Jährigen.
Da ist beispielsweise vom “abgewichsten Kaisersack-Adonis”, vom “amtlichen Schiss”, “einer Premium-Pussy namens Reinhild”, “Himbeer-Tony” und “Grün-Weiß Nordend” (eine Bezeichnung für die “Bullen”) die Rede. Und obwohl Charly Weller im Nachwort seines Buches schreibt, dass Handlung und Personen frei erfunden sind, lehnen sich doch einige an reale Menschen an. So hat er eine drogensüchtige Prostituierte, die wie Reinhild im Buch Geschichten und Gedichte schreibt, in einer Dokumentation entdeckt. Zum Schreiben gehört für Weller also nicht nur Fantasie, sondern auch offene Augen und Ohren.
Die Orte freilich sind – zur Freude der Fans – real. “Ich schaue mir immer die Orte an, die in meinen Geschichten wichtig sind”, berichtet der langjährige Filmregisseur. “Wenn ich über Dinge schreibe, die ich kenne, bin ich immer auf der sicheren Seite.” Gleich zu Beginn des Buches geht beispielsweise Pia, deren Mann Lothar im Sterben liegt, mit ihrem Hund Rocco am Mainufer nahe der Rudergesellschaft Borussia spazieren. Und schon bald spielt auch Gießen eine Rolle, denn der im Park der Frankenallee im Frankfurter Gallusviertel gefundene Tote hat die Einladung zu einer Feier des Liebig-Museums in Gießen dabei.
An dieser Stelle treten der fleißigen Weller-Lesern längst ans Herz gewachsene Kommissar Roman Worstedt – hinter seinem Rücken despektierlich “Worschtfett” genannt – und seine Kollegin Regina Maritz auf den Plan, die im Laufe ihrer Ermittlungen durch die Universitätsstadt und die “Frankfurter Bronx” unter anderem auch den dunk-len Machenschaften der Gießener Obrigkeit auf die Spur kommen.
Dunkle Machenschaften
Der 1951 in Marburg geborene und in Gießen und Wetzlar aufgewachsene Charly Weller las verschiedene Kapitel seines mittlerweile sechsten Krimis um das Ermittlerduo vor, ohne dass ein klarer Zusammenhang zwischen den Erzählsträngen erkennbar war. “Wenn Sie wissen wollen, wie das alles zusammenhängt, müssen Sie das Buch lesen”, machte er die Zuhörer neugierig.
Wurde der Tote im Waschbärenkostüm mit der Waffe ermordet, die der Fahrer eines weißen SUVs am Anfang der Geschichte in den Main wirft? Was weiß die 52-jährige Prostituierte? Und was hat der Licher Lehrer Klaus Volkmann mit der ganzen Sache zu tun? Bei Volkmann handelt es sich um einen Tierschützer, der gemeinsam mit seiner Frau eine Auffangstation betreibt und mit der örtlichen Jägervereinigung im Clinch liegt. Angeblich wurden zwei seiner Waschbären brutal ermordet. Als die ermittelnde Polizei “die Totenruhe von Mona und Lisa” stört, in dem sie das Grab öffnet, befindet sich nur ein Waschbär darin. An dieser Stelle wechselt dann die Polizei den Tonfall – und in den “Klartextmodus”.
Besonders abgefahren wird es, als ein Filzballen gefunden wird, aus dem nur die Beine eines, wie sich später heraus-stellt, geknebelten, Mannes heraus-schauen. Angeblich hätten ihn “vier kleine Negerlein” eingewickelt und auf der Straße ausgesetzt. Einmal mehr fragt sich Kommissar Worstedt: “Warum habe ich nicht einen anständigen Beruf gelernt?” Denn die Situation ist nicht mehr nur prekär, sie ist “Scheiße hoch drei”.
Nach der Lesung lautete dann folgerichtig die Frage, woher Charly Weller seine Ideen nimmt. Beim Mord ließ er sich durch Bilder von Menschen, die in Waschbärenkostümen demonstriert haben, inspirieren. “Alles was ich zugetragen bekomme, geht durch einen Filter”, erklärte er. “Man muss genau schauen, was wichtig für die Entwicklung einer Geschichte ist. Wenn im dritten Akt ein Schuss fällt, muss im ersten Akt ein Gewehr von der Wand genommen worden sein”, zitierte er Anton Tschechow.
Gefragt nach seinem neuesten Projekt, gab Weller preis, dass sich sein nächster Krimi an den “Ricconelly-Mord” in Gießen anlehne, aber eine fiktive Geschichte bleibe. “Ein Buch anfangen, das ist immer ein wenig, wie nach Amerika schwimmen”, scherzte er.